Mein Alltag

Hallo liebe Leser_innen,

ich bitte um Entschuldigung, dass ich in der letzten Zeit meinen Blog etwas schleifen lassen habe.
Es sind einfach so viele Ideen und Gedanken zu Ghana und der Welt, die sehr schwer auf das Internet-Papier zu bringen sind. Wo soll ich am besten anfangen? Es gibt so viele andere schöne Sachen die es noch zu entdecken und erkunden gibt. Ich schalte meinen PC seltener an und jetzt kann ich noch die Zeit mit meinen Freunden und meiner Gastfamilie genießen, bevor ich zurück nach Deutschland geflogen werde.

Einige von Euch hatten sich einen Blogeintrag über meinen Alltag gewünscht. Ein Tag kann ganz schön lang oder kurz sein. Ich werde einfach mal meinen Tagesablauf beschreiben:
Um 4:30 Uhr versucht mich mein Handywecker zu wecken. Nach dreimal „Schlummer-Taste-Drücken“ stehe ich dann zügig auf, um mich um 5 Uhr zum joggen auf zu machen. Ab und zu versuche ich auch mal länger zu schlafen und nicht zu laufen. Das „Nicht-laufen-gehen“ funktioniert einwandfrei, aber das weiterschlafen mal mehr und mal weniger. Ab um fünf Uhr sind die Predigten, Lautsprechergesänge, Hühner und Werbeansagen auch noch tief unter meiner Bettdecke gut hörbar. (Manchmal ist es, wenn es geregnet hat, so kühl, dass ich auf meine dünne Decke nicht verzichten möchte.)
Wenn ich dann möglichst pünktlich zum Laufen gekommen bin, renne ich dann mit Lu und manchmal auch mit (m)einem Bruder zusammen durch ganz Asikuma und bin danach ganz munter. Nach einer halben Stunde auf meiner großen Runde geht es zu den Dehnungs- und Lockerungsübungen in einen Vorgarten, um mich danach im Kraftsport zu versuchen. Stärker bin dadurch aber jetzt noch nicht geworden. Irgendwann nach sechs Uhr stehe ich unter der Dusche, um danach den Tee für die Familie zuzubereiten und das Haus zu fegen. (Es ist wirklich staubiger in der Trockenzeit.)

Um sieben nach sieben gibt es dann den Tee und ein Brot von meiner Gastmamee Sofumamee jeden Morgen frisch gebacken. Ich liebe es. Für das Frühstück, wie alle Mahlzeiten auch, nehme ich mir bewusst Zeit und setze mich hin und genieße es. (Viele Menschen gönnen sich nur zwei Mahlzeiten oder gar nur eine.)
Um acht Uhr treffe ich im Krankenhaus ein und bin dann dort, wo ich aktuell eingesetzt bin. Ich war schon im Labor, der Eye Clinic, der Male Ward, der Female Ward und jetzt bin ich im ICT Departement. Dreimal dürft ihr raten was das bedeutet: Ich arbeite mit Computern und bin gerade dabei das Netzwerk zu dokumentieren (Netzwerkplan). In anderen Abteilungen gibt es andere Aufgaben.
Nach zwölf Uhr darf ich mir eine Mittagspause in unserer Kantine gönnen und es gibt für mich Jollof oder Fried Rice. Die Kantine ist auch Treffpunkt für den Austausch über die weltpolitische Lage, wobei ich nicht selten auch mal Nichts verstehe. Mein Twi-Wortschatz ist beschränkt.

Nach der Arbeit habe ich gelegentlich die Möglichkeit mich unter die Hände des begnadeten Masseurs Matthias zu begeben und mich mit meinen Rückverspannungen zu beschäftigen. Danach geht es (wenn ich nicht gerade auf den Markt möchte) nach Hause, um dort zehn Minuten zu schlafen.
Die Nachmittagsausgestaltung unterscheidet sich nicht arg von den deutschen Nachmittagen: Freunde besuchen, Sport treiben, Filme schauen, Lesen und Schreiben. Die geschenkte Zeit bewusst genießen.

Abends gibt es nochmal richtig leckeres, aber schweres Essen, damit ich dann etwas später (nach dem Duschen) blumb ins Bett fallen kann. Gegen einundzwanzig dreißig geht das Licht und mein Computer aus.

Ein gewöhnlicher Tag.

Beim nächsten Mal gibt es für mich wieder ein etwas spannenderes Thema. Danke für euer Vertrauen und eure Unterstützung!

 

Viele Grüße aus dem kleinen Dorf Asikuma

P.S. Wer mit dem Programm Weltwärts auch ins Ausland möchte kann sich hier bei ijgd bewerben. Es sind dieses Jahr noch viele Stellen unbesetzt und deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr die Info streuen könntet. Bewerbungsschluss: 31. Mai

Ghana – Der Stern von Afrika


Das ist ein Hit, der mich nun schon seit Anfang an in Ghana begleitet: Sei es auf der Straße, aus irgendeiner überdimensionierten Box, an der nächsten Tankstelle oder auf einer aufregenden holprigen Trotro-Fahrt.

Meinem aktuellen Gefühl nach, stellt dieses Lied das Lebensgefühl einiger Menschen in Ghana sehr gut dar. In dem Lied geht es neben Reichtum, wie kann es auch anders sein, um Liebe und (in dem Musikvideo) um einen jungen Mann der glaubt mit (s)einer Traumfrau unterwegs zu sein.
Die erste Zeile des Refrains lautet „I don’t wanna be a player no-more“ und beschreibt recht ausdrucksstark worum es in der hiesigen (Männer)welt gehen kann. Es geht dabei um den erbitterlichen Versuch jeder Frau die man(n) umwirbt (oder trifft) das Gefühl zu geben, die Einzige zu sein und das Verprechen auf Treue immer wieder neu zu geben.
Es gab schon mehrere Situationen, in denen ich das Umwerben von jungen Schönheiten beobachten konnte und dabei finde ich es immer wieder spannend,  wie viele Männer sich in solchen Situationen plötzlich nicht mehr verheiratet fühlen und geben.

Aber der Song zeigt auch wo der Fokus einiger Ghanaer liegen kann: auf dem globalen Norden. In den Strophen ist beispielsweise von den Kleidermarken Banana und Prada die Rede und das der Frau jeder Wunsch von den Lippen abgelesen und erfüllt wird. Aber auch von Fußballstar Cristiano Ronaldo und Nintendo wird gesungen. Fußball ist sehr beliebt und so eine Spielkonsole schon was Erstrebenswertes.
Traurig aber wahr: Die Menschen sind sehr auf „unsere Welt“ ausgerichtet und versuchen mit aller Kraft unserem Lebensstil nachzueifern. Dies geht soweit, dass selbst hochwertige „Made in Ghana“ Produkte als „foreign products“ deklariert werden, um verkaufsfähig zu sein. Ich denke, dass es Ghanaern einfach an Stolz für ihren westafrikanischen Stern fehlt, obwohl selbst Nachbarnationen den Entwicklungsstand Ghanas glorifizieren.
Doch wenn ich junge Frauen mit pinken Puschel-Pantoffeln auf der Straße sehe, finde ich es doch etwas übertrieben und fühle mich eher an schlechte Hollywood Filme aus den 80ern erinnert.
Der Wunsch unserer Welt näher zu kommen geht so weit, dass ich öfters dazu gedrängt werde, zu versprechen, die (meist unbekannte) fragende Person im Handgepäck mit nach Deutschland zunehmen.

Was für die Einen der Stern und eine bessere Welt ist, wird von den Bewohnern des Sterns als selbstverständlich angesehen und sie schielen zur nächsten Galaxie, mit der Hoffnung, dort ein noch besseres Leben führen zu können.
Menschen schätzen Dinge mehr wenn sie diese nicht haben.
Ich merke wie viel ein unbeschränkter DSL-Anschluss oder eine Toilette mit Klopapier und fließenden Wasser Wert sein kann und für manche Menschen in dieser Welt Wert ist.

Doch was macht Ghana zum Stern von Afrika und warum ist der Stern auf der Flagge abgebildet?

[…] Und der fünfspitzige Stern ist das Symbol afrikanischer Emanzipation und Einheit im Kampf gegen den Kolonialismus.

Ghana, das erste Land das (am 6. März 1957) den Weg zur Unabhängigkeit gefunden und somit die Straße für die Unabhängigkeitserklärungen anderer afrikanischer Länder geebnet hat. Doch es braucht Zeit zu sich zu emanzipieren und so fühle ich mich manchmal so, als ob das selbständige Denken nach 60 Jahren Unabhängigkeit in dem einen oder anderen ghanaischen Kopf noch nicht angekommen ist.
Wobei ich hinzufügen könnte, das im deutschen Schulsystem nach preußischer Tradition die Förderung des selbständigen Denkens auch nicht immer im Mittelpunkt steht (oder stand).

Ich vermisse kreative Köpfe, die das Land voran bringen und verändern wollen. Denker und Visionäre, welche die Situation nicht damit begründen oder rechtfertigen, dass sie in einem Entwicklungsland leben und es schon immer so gemacht wurde.

 

Sicher fragt sich der Leser, warum ich solange mit der Veröffentlichung gewartet habe. Als Grund dafür möchte ich meine persönliche Bewertung der Menschen in Ghana angeben, – und die Frage, ob mit diesem überspitzten Eintrag Stereotypen und Rassismus verschärft werden oder nicht.
Darf ich Menschen aus einer anderen Kultur bewerten? Darf ich meine einseitigen Eindrücke mit dem Wissen veröffentlichen, dass daraus eine Bewertung durch meine Leser aus einem anderen kulturellen Background (ohne Hintergrundwissen zu der anderen Kultur) entsteht?
Ich bitte den Leser noch mal Die Geschichte der farbigen Brillen zu lesen und im Kommentarbereich mir Feedback zu diesem Gedanken mitzuteilen.

Ich freue mich auf das Weihnachtsfest und das ich diesen Artikel jetzt doch noch veröffentlicht habe. #Schreibblockade

Frohe Weihnachten liebe (UN-)Bekannte, Freunde und Familie!

NervenSegen

Mit Stolz trage ich an diesem Samstag meine schwarze Stoffhose, welche ich den Abend zuvor noch in Agona Swedru gekauft hatte. Die Hose hat nur 25 Cedis gekostet und einen Grund darauf stolz zu sein gibt es eigentlich nicht:
fünfundzwanzig Ghana Cedis sind umgerechnet 5 Euro und ist ein herunterhandelter Preis, den hoffentlich auch die Einheimischen bezahlen. In Ghana ist es nicht unüblich, dass der Preis an der Kleidung bzw. der Uhr des Käufers festgemacht wird. Ein Obruni (ein Weißer) bezahlt dann im Allgemeinen immer mehr.

25 Cedi, das ist auch der Preis, den ein Fischer der Lake Volta Region als einjährige „Miete“ für einen fünfjährigen Jungen an die zugehörige Familie zahlt. Dabei nutzen die Fischer diese Kinder als Arbeitskraft, um nach Netzen zu tauchen und diese auszubessern. Das kann der Leser unter Anderem im Buch die „Weisse Nana: mein Leben für Afrika“ von Bettina Landgrafe (auf den Seiten 189 und 213) nachlesen.

Hier stehe ich jetzt, mitten im Trubel einer Beerdigung in der Nähe von Asikuma, mit meiner schwarzen Hose und ich weiß nicht, ob ich je stolz über diese Hose und den Preis sein werde oder möchte.
Es ist laut und mir zu warm für eine lange Hose. Mein Kopf dröhnt.
Ich bin auf einer Beerdigung eines Bekannten der Gastfamilie meiner Mitfreiwilligen. Der Verstorbene war übrigens mehrmals Patient in unserer Einsatzstelle „Our Lady of Grace Hospital“ und zu Lebzeiten ein Forstarbeiter. So haben junge Leute am Tag der Beerdigung (wahrscheinlich seine Arbeitskollegen) ihm den „nötigen“ Respekt mithilfe von lärmenden Motorsägen (ohne Sägekette) gezollt. Der Lärm hat die ganze Zeremonie über genervt. Ich empfand es als sehr respektlos gegenüber dem Pastor, zu sehen, welche Freude die Kettensägenmenschen an dem Krach und der Störung der Predigt hatten.
Allgemein haben sich nur wenige Feiergäste für den Gottesdienst und für die trauernden oder nicht trauernden Familienangehörigen interessiert. Ich habe erfahren, dass das Essen, das Tanzen und alles Andere eine größere Rolle spielt und so waren wir bei der eigentlichen Beerdigung nicht mehr mit dabei.
Das Festessen wurde uns auf einem Plastikteller mitgegeben und dann Zuhause verspeist.

Ich bin gerade etwas von der Oberflächlichkeit genervt: Jeder fragt nach der Begrüßung mein Wohlbefinden ab und ich antworte schon ohne nachzudenken mit „I`m fine.“, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie es mir wirklich geht. Ich kann auch nicht jedem Menschen auf der Straße erklären, warum es mir gerade weniger gut oder schlecht geht.
Es strengt mich an und regt mich auf jedes Mal im Nachhinein darüber nachzudenken, ob ich mit der Antwort nicht doch eine Unwahrheit verbreitet habe.
In die Diskussionen meiner Arbeitskollegen über beispielsweise Glaube oder Politik komme ich aufgrund der Sprachbarrieren nicht wirklich rein; entweder wird der Diskurs auf Twi geführt oder die Themen wechseln so schnell, dass ich mit meinem Englisch einfach nicht hinterher komme.

Ich misse die Diskussionen in Deutschland und frage mich ob ich mich mit der hiesigen gefühlten Oberflächlichkeit zufriedenstellen kann.
Ich glaube ich sollte weniger mit deutschsprachigen Freiwilligen abhängen, mehr social networking betreiben und ghanaische Freunde finden. Wenn ich die ganze Zeit zum größten Teil Deutsch spreche, werde ich mein Englisch wohl kaum verbessern können. Doch wo finde ich Freunde, die nicht nur eine Freundschaft aufgrund meiner Hautfarbe wollen? Ist eine wirkliche Freundschaft in so einem Setup überhaupt möglich?

Diese Woche war ich auch noch (für sieben Cedi) in dem Pool eines Hotels in Agona Swedru schwimmen. Das hat mein Wohlbefinden für kurze Zeit auf den Höchststand befördert. 😉

Ergänzung zum Kleiderkauf: Man könnte sich freuen, dass Menschen hier ein gebrauchtes Kleidungsstück von victoria’s secret für 8 Cedis (also 1,60€) erwerben können. Schön, dass hier die Kleidung aus unseren Altkleidercontainern ankommt. (Buchtipp: Schwarzbuch Markenfirmen: Die Welt im Griff der Konzerne)

Wer sich für ein „Projekt gegen Kinderhandel am Voltasee“ einsetzen möchte, kann hier was spenden.

Dankeschön & Grüße

Meine Gastfamilie

Gastvater: Akwaaba! (Willkommen!)
Ich: Yaa egya. (Danke.)

So oder so ähnlich hätte die Begrüßung durch meine Gasteltern ablaufen können. Nur war ich leider  an diesem Montag so aufgeregt und geschafft, dass ich kein Fanti-Wort raus bekommen habe.

An diesem besagten  Montag lag eine lange Fahrt hinter mir. Am Morgen war ich noch gegen 8 Uhr am Strand in Accra joggen und musste schmunzeln, als ich daran gedacht habe, dass wir heute wirklich schon den Familien vorgestellt werden sollten. Doch dann ging es nach der letzten Einheit, im Schnelldurchlauf, schon gleich los.
Damit hatte ich nicht gerechnet und so musste ich in kürzester Zeit noch mein Zeugs zusammen suchen und verstauen. Im Stress hätte ich fast das Gruppenbild verpasst und meine Schuhe habe ich dann in letzter Sekunde vor der Abfahrt auch noch irgendwo gefunden.

Von Accra sind wir nach Swedru und von dort nach Asikuma gefahren. Während den Fahrten konnten wir unsere Mentorin über unsere Gastfamilien ausfragen und haben erfahren, dass ich und meine Mitfreiwillige in zwei Pastorenfamilien untergebracht sind. 🙂

Nun sitze ich im Hof eines Missionhouses und esse eine große Portion Banku mit der rechten Hand. Ich fühle mich ein wenig beäugt und nach einer Weile kommt mein Gastvater und drückt mir einen Löffel in die Hand. Ich denke mir: „So blöd habe ich mich doch eigentlich nicht angestellt.“
Meine Gastmama stellt sich mit sofu mamie vor, was soviel wie des Pastors Frau heißt. Sie ist eine sehr herzliche Frau und managet eigentlich das ganze Familienleben. Mein Gastvater und Pastor hat ein Headset im Ohr und ist die Ruhe selbst. Er ist damit beschäftigt den Hunden zu erklären, dass ich ein Freund bin.
Nachdem mein Gastbruder, der einzige Junge neben vier Mädels, mir die Kleinstadt im Dunkeln gezeigt hat, falle ich in mein Bett und möchte nur noch schlafen. Doch ich kann nicht einschlafen. Alles ist so neu und anders. Bin ich hier willkommen? Der Krach vom Fernseher dröhnt in mein Zimmer und es ist heiß. Warum habe ich  den Ventilator nicht eingeschalten?

Am nächsten Morgen wache ich in aller Frühe auf und bin fertig. Doch im Laufe der Woche gewöhne ich mich ein und kann von einer neuen Heimat sprechen. Selbst an den Gestank von Fisch und den Müll überall habe ich mich jetzt gewöhnen können. Unsere Laufstrecke ist auch schon gefunden und wir waren auch schon ein paar Mal laufen.

Was mich vor Allem nervt ist, dass jeder  ein Selfie mit mir machen will und sich unterhalten. Wenn man als Weißer durch die Straße läuft wird man von jedem gegrüßt. Meinen Gastgeschwistern habe ich schon abgewöhnen können, mir immer einen Stuhl hinter her zu tragen. Die absolute unnötige Krönung war, dass eine Oma für mich auf einer längeren (Auto-)Fahrt Platz gemacht hat. Und so blieb der Platz dann ungenutzt.
Aber was macht das mit mir? Ich kann mich im Augenblick nicht mehr auf einzelne Gespräche einlassen, weil ich mit der Vielzahl an Leuten überfordert bin. Um Selbstbewusstsein aufzubauen ist das vielleicht mal ganz schön, aber ich kann so den Menschen nicht auf Augenhöhe begegnen und etwas von ihnen lernen. Die Rolle des ,, Weißen“ist mir unangenehm und irgendwie auch langweilig. Mal sehen, was ich noch erlebe. Ich werde euch berichten!

Zur Wahl: Noch hast du die Wahl, noch kannst du in der Stadtverwaltung deinen Wahlbrief ausfüllen und mit einer taktischen Wahl einen Wahlsieg einer rechtspopulistischen Partei für unseren Wahlkreis verhindern. Info zur Wahl gibt es auch hier und hier.

😀
(Heute war ich das erste mal in einem Gottesdienst: der Pastor hat es heute nicht nach Asikuma geschafft, so wurde ohne ihn gefeiert.)

Viele Grüße, besonders an meine Familie
Jakob

(M)eine Berichterstattung

Ich stamme ursprünglich aus einem Land, dessen Zivilisationsgrad vor noch nicht allzu langer Zeit von vielen Staaten der westlichen Welt belächelt und interessiert, aber von oben herab zur Kenntnis genommen wurde. Kein Wunder: Ganz in der Nähe gab es beispielsweise noch Stämme, die die Schädel ihrer verstorbenen Kinder bemalten (!) und sammelten.

Meine Großmutter, eine Eingeborene, hatte sechzehn Geschwister. Das Wasser kam selbstverständlich aus dem Dorfbrunnen statt wie heute aus dem Wasserhahn. Wenn es einmal regnete, wurde das Wasser eifrig gesammelt. Elektrizität hatte damals im Dorf natürlich kaum jemand. Auch heute noch kämpfen wir mit den in unserer Gegend üblichen Problemen: korrupte Politiker, ethnische Konflikte (was vielleicht kein Wunder ist, denn die Grenzen meines Landes waren noch nie länger als zwei Generationen dieselben), hohe Verschuldung und so weiter. In den letzten paar Jahrzehnten hat mein Land aber einen enormen Schritt nach vorne gemacht. Inzwischen ist es politisch recht stabil, und es kann heute auf einiges stolz sein:

  • Bei der Einteilung des Landes durch Gebietszuteilungen an einzelne ethnische Untergruppen, die vor etwa zwei Generationen stattfand, war einige Willkür im Spiel. Die Grenzen der fast teilsouveränen Stammesgebiete spiegelten nicht wirklich die genaue Besiedelung durch die jeweiligen Völker wider. Zudem variierten die Gebiete stark in ihrer Größe. Trotzdem kam es nicht zum Bürgerkrieg.
  • Seit über sechzig Jahren war das Land in keinen ethnischen Krieg mehr verwickelt. Kleinere „Scharmützel“ unter einzelnen ethnische Gruppierungen werden bisher gut unter Kontrolle gehalten.
  • Aus den vielen Dialekten, die im Land gesprochen werden, und von denen einige jeweils nur für Eingeborene desselben Gebietes verständlich sind (darunter auch reine Lautsprachen), wurde in einem friedlichen Prozess einer der Dialekte als Amtssprache ausgewählt. Ursprünglich wurde er zwar nur von einem relativ kleinen Stamm gesprochen, doch er setzte sich widerstandslos durch. Jeder im ganzen Land versteht nun zumindest rudimentär die offizielle Amtssprache (das können nicht alle Länder von sich behaupten)!
  • Seit ungefähr zehn Jahren gibt es bei uns flächendeckend Festnetz-Telefonanschlüsse. Das war noch bis weit in die neunziger Jahre hinein kaum vorstellbar.
  • Eine Episode der Militärdiktatur, in die einzelne Stammesgebiete zeitweise zurückfielen, konnte unblutig(!) beendet werden.
  • Die größte Herausforderung, die die Zivilisierung (die zugegebenermaßen durch äußere Kräfte erwirkt wurde) mit sich brachte, war für uns wohl der Umgang mit der Demokratie. Diesen meistern wir heute vorbildlich. Obgleich wir quasi „zu unserem Glück gezwungen“ wurden, konnten wir eine spektakulär positive wirtschaftliche und sozialpolitische Tendenz verzeichnen, die nicht zuletzt auf jahrelange umfangreiche Lieferung von Hilfsgütern, staatsbildende Entwicklungshilfe und auch militärische Präsenz fortschrittlicher zumeist westlicher Staaten zurückzuführen ist. Die neuen Landesgrenzen, die wie bei vielen afrikanischen Ländern nicht durch unseren Staat selbst, sondern durch die Regierungen anderer Länder gezogen worden sind, wurden durch die Regierung unseres Landes im Jahr 1990 sogar offiziell anerkannt.

Wer weiß um welches Land es sich hier handelt? Um Ghana, Togo oder Kenia?

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Meine Ankunft – Das Orientierungsseminar im Land

Das Orientierungsseminar in Accra geht dem Ende entgegen. Das bedeutet für mich, ich werde demnächst meine Gastfamilie kennenlernen. 🙂

Am Mittwoch Abend sind wir mit etwas Verspätung am Flughafen in Accra angekommen. Wir, das sind alle Freiwilligen der Vereine ijgd (und VIA), die nach Ghana gehen. Während unsere Impfpässe, auf den Stempel der Gelbfieber-Schutzimpfung untersucht wurden sind, musste ich lernen, wie anstrengend es doch sein kann, zu warten. Endlich war ich dann an der Reihe und habe den entsprechenden Stempel in meinen Reisepass bekommen.
Als letztes durften wir noch unsere Gepäckstücke zusammensuchen, welche irgendwo auf  den Gepäckbändern verteilt waren. An dieser Stelle kann man festhalten, dass bei Gepäckstücken (je: 2) von 15 Freiwilligen, nur zwei Koffer bzw. Taschen verloren gegangen sind. Diese kamen aber zwei Tage später noch an. 🙂

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Mentoren, haben wir das Gepäck in zwei, in der Nähe parkende, Transportern verstaut und sind dann zur Unterkunft gefahren. Beim Beladen der Autos erhielten wir Unterstützung durch Einheimische und es hat mich  überrascht, dass die Erwartungshaltung bestanden hat, dass ich Sie, als frisch angekommener Freiwilliger, für ihre Hilfe bezahle.

Nach einer spannenden und entspannten Fahrt durch die Nacht, sind wir in der Unterkunft, für das Orientierungsseminar, angekommen. Dabei handelte es sich um ein richtig schönes Hotel genau gegenüber vom Sandstrand. (Ich war natürlich jeden morgen laufen und schwimmen.) 😉

In dem Haus von ARA teile ich mir ein Zimmer mit zwei anderen Jungs. Ich war richtig überrascht, dass unser Zimmer mehrere Luxuseinrichtungselemente enthält: neben einem Flachbildschirm, gab es auch eine Klimaanlage und eine Dusche mit warmen Wasser. 🙂 Doch ich habe zwischenzeitlich erfahren, dass eine Klimaanlage eher zu der Ausstattung der gehobenen Klasse gehört.

Neben den Einheiten über die Geschichte, Geografie und Sozialökologie des Landes, sowie über Kultur, das Arbeitsvisum und Gesundheits- und Sicherheitstipps, haben wir uns Accra angeschaut und waren auch schon in einem Club. Einem der Freiwilligen hat eine kleine Katze Leid getan, so teilte er mit ihr. Das hat mich schon etwas amüsiert. 😉

Ich fühle mich hier ziemlich wohl, auch wenn man sich an das Zeitgefühl unserer Mentoren gewöhnen muss.

Beste Grüße aus dem Stern von Afrika (Ghana)

Jakob

Mein Abflug aus Europa

Ich bin in Ghana (angekommen). Ich bin müde, mir ist warm.

Am Mittwoch um 11:05 Uhr ist mein Flieger in Berlin abgehoben. Das heißt ich musste um 4:30 Uhr spätestens mit dem Packen fertig sein, damit ich mit dem Zug im Flughafen Berlin Tegel pünktlich ankommen kann.
Das Sachen zusammensuchen und zu packen hatte sich dann doch als etwas komplizierter und langwieriger als gedacht herausgestellt. Als Spende für das Krankenhaus hat mein Dad Einmalhandschuhe und Mundschutz organisiert.
Und so war ein Reiserucksack bis oben hin mit medizinischen Zeugs ausgestattet und ich hatte nur noch einen Rucksack für mein Einjahr-Reisegepäck übrig. So musste ich mein Gepäck stark reduzieren und auswählen was mir am wichtigsten erschien. Die Trennung von den einen oder anderen Sachen ist mir aber recht leicht gefallen. 😉

Ganz anderes als bei der Trennung, bzw. dem Abschied von meinen Freunde und meiner Familie. So kann der Gedanke (bzw Wissen), dass man sich ein Jahr lang nicht mehr sehen wird, (auch bei allem emotionaler Beherrschung) sehr schmerzhaft sein und ich beginne zu grübeln ob sich dieses Jahr überhaupt lohnt.
Es wird sich schon lohnen, und ich schiebe den Gedanken weiter.

Pünktlich wie geplant kam ich am Flughafen an, und hatte nur noch mein Gepäck abzugeben. Dabei hat sich herausgestellt, das beide Gepäckstück um etwa 1 kg über dem erlaubten Gewicht liegen und dass das Gepäckstück mit den Handschuhen und co als Sperrgepäck abzugeben ist. Das Sperrgepäck durfte ich dann irgendwo (im Keller) abgeben. Glücklicherweise wurde mir kein höherer Preis für das Übergewicht mitgeteilt.
Danach kam die Sichheitskontrolle, in der ich nur mein (extra Tags zuvor erworbenes) Sonnenspray abzugeben hatte. Meine (Salat-)Gabel und (m)eine Glasflasche (ohne Flüssigkeit) hat die Sicherheitskontrolle bestanden.(?) 🙂

Im Flug von Berlin nach London konnte ich von meiner Sitznachbarin viel über Sony lernen und der Flug von London nach Accra war unpünktlich, aber sehr entspannend. Ich hatte Zeit zwei Filme zu schauen und kann euch den Film CHURCHILL nur empfehlen.

Vegetarisches leckeres Essen

Mein erster Eindruck von Ghana folgt demnächst.

Ich bin motiviert.

Das Leben ist ein Spiel gegen die Zeit. – Das ist mir heute wieder sehr bewusst geworden. Ich wollte noch viel vor meiner Abreise nach Ghana erledigen, zu viel wie sich gerade herausstellt. Ich kann nur zusehen wie mir die Zeit, meine Zeit, durch die Hände rinnt und die Augenblicke genießen, die ich noch hier  in Deutschland habe.
In sieben Tagen hebt der Flieger nach London ab – und nein, ich habe mich nicht umentschieden,  einen Freiwilligendienst in Großbritannien (zum Thema politische Bildung) zu erleben. Ich werde mir in der britischen Hauptstadt nur den Heathrow Airport anschauen und dann einen Direktflug nach Accra, der Hauptstadt von Ghana, nehmen.

Es bleibt also nicht mehr viel Zeit darüber zu schreiben, warum ich motiviert bin, diesen Schritt bzw. Flug in eine andere Welt zu wagen. Ein (hoffentlich) fleißiger Blogleser hat mich schon vor einer längeren Weile angesprochen, dass seine Erwartungen enttäuscht wurden, da auf meinen Blog nichts zu meiner Motivation für dieses Jahr zu finden war. Damit ich seiner Erwartung doch noch gerecht werde, nehme ich mir jetzt die  Zeit, meine Gedanken mit euch bzw. dir zu teilen.

Das Motivationsschreiben ist für mich  das wichtigste Dokument, um  sich in einer Bewerbung vorzustellen. Wie der Name schon sagt,  es geht vor  Allem darum, sich selbst zu präsentieren. Scheinbar habe ich damals nicht zu dick  mit der Selbstpräsentation aufgetragen, denn ich wurde auf  ein Telefongespräch eingeladen.
Diese Stelle aus dem ,,letter of motivation“ war mir sehr  wichtig:

This means that I want to learn something about the mentality, the life and the problems of people in developing nations because this is a chance to try and get to the bottom of my world view and principles. I want to get a new perspective on life.
I know Germany is said to be one of the richest countries in the world, but knowledge and first hand experience isn’t the same. I would therefore like to witness the life of the people on site.
Moreover, I want to improve my English skills. 😉

Neben dem Hinterfragen der eigenen Ansichten, Einschätzungen und Werte standen auch andere Themen, wie die Flüchtlingskrise, nachhaltige Entwicklungshilfe, meine Ausbildung und Pegida im Mittelpunkt meines Motivationsschreibens (Wenn ich Zeit und Lust habe, werde ich diese Punkte auch noch intensiver ausführen.)

In dem darauf folgenden Telefoninterview war die Motivation dann auch wieder ein wichtiges Thema und ich durfte feststellen, dass die Erwartung eines Freiwilligen, die Welt durch seinen Einsatz bei der Organisation zu verbessern, nicht den Erwartungen von ijgd entspricht. Das sollte nicht  unbedingt das Ziel des  Jahres sein – die Welt zu verbessern. Des Weiteren  wurden meine Zeilen zur nachhaltigen Entwicklungshilfe kritisch durchleuchtet und ich durfte lernen, dass nachhaltig nicht unbedingt Nachhaltigkeit sein muss. (siehe dazu Meine Entwicklungshilfe)
Aber nicht nur meine Telefonpartnerin war motiviert (mich politisch zu bilden), sondern auch ich habe sie mit meiner Gedankenwelt gut gefordert. So sind wir statt der geplanten einen Stunde auf drei Stunden gekommen. Am Ende war meine Stimme etwas geschafft und ich glaube, das Ganze mitzuschreiben war auch nicht so lustig.

Dadurch, dass meine Entsendeorganisation das Programm auch kritisch betrachtet, wurde ich nur noch mehr motiviert. Ich konnte feststellen, dass einige meiner Gedankengänge mit denen der Entsendeorganisation  übereinstimmen.
Die Welt kann ich ja auch noch nach dem Jahr verbessern. 😉

Auf dem Vorbereitungsseminar in Dransfeld ging es dann neben vielen anderen Themen auch um unsere Motivation für das Jahr. Eine als wichtig empfundene Frage, die uns gestellt wurde ist: ,,Willst du weg oder willst du hin?“ – Ich möchte beides.
Zunächst seht ihr eine Collage eines Freiwilligen, die mir recht gut gefällt:

In dieser Collage sind Bilder zu verschiedene Themen dargestellt, die mir zum Thema Motivation für das Jahr auch durch den Kopf gegangen sind oder die ich gerade in einem Magazin gefunden habe.

Was ich noch dazu sagen muss: mit „Leb‘ los!“ ist das los leben, frei von Ängsten sein, gemeint. Ich hoffe das die Doppeldeutigkeit nicht von meinem Unterbewusstsein ausgegangen ist. Das wäre dann schon etwas unkorrekt.
Der Rest der Collage ergibt für mich auch irgendwie Sinn. Wenn etwas unklar ist, bin ich offen für Fragen in den Kommentaren.

Nach Ghana gehe ich, weil auf der weltwärts-Seite der Eintrag für mein Projekt ganz oben stand und ich mich darauf beworben habe. (Die Wahrscheinlichkeit für Ghana war deshalb recht hoch, weil es dort viele Einsatzstellen gibt.)

Ein weiterer wichtiger Punkt, warum ich nach Ghana gehe ist, dass es dort  keine Zecken und damit kein FSME gibt. Somit brauche ich keine Angst vor den kleinen Tierchen  haben und  muss mich nicht impfen lassen. 😉

Liebe Grüße
Jakob

Das Visum ist fertsch

Nun endlich kann ich diesen Task auf meiner To-do-Liste abhaken: Ich habe mein Einreise-Visum und die Unterlagen für das Arbeitsvisum sind auch alle beisammen.
Vor einem Jahr hätte ich nicht erwartet, dass dieser Teil der Vorbereitung sich als so umfangreich und zeitaufwändig herausstellen würde. Es ist aber nachvollziehbar, dass die Behörde gerne alles über den Einreisenden wissen möchte. Nur so kann ein Staat verhindern, dass Menschen, die von einer Gesellschaft als störend oder gefährlich eingestuft werden, in ein Land einreisen können.

Das Einreisevisum wird mithilfe eines Online Formulars beantragt. Hier durfte ich alle nötigen Daten zu meiner Person eintragen und mich freuen, dass die Software noch einige Bugs hat und nicht besonders benutzerfreundlich ist. So sind Umlaute in Städtenamen scheinbar nicht erwünscht und es wird ein zusammenhang(s)loser Fehler ausgegeben. Als ich dann extra umgezogen bin, konnte ich dann (endlich) mein Einreisevisum online beantragen. 😉
Am Ende des Online-Formulars durfte ich dann den Antrag ausdrucken und mit weiteren Unterlagen (Einladungsschreiben von ARA, Kopie der Flugdaten, Kopie vom Impfpass, Beschäftigungsnachweis des aktuellen Arbeitgebers, Reisepass, etc.) an die ghanaische Botschaft in Berlin senden. Nachdem ich auch noch 260 € Visum-Gebühren bezahlt hatte, durfte ich noch lernen, dass ein Postbriefkasten eigentlich nicht für DHL Express Sendungen gedacht ist.

An dieser Stelle folgt ein unabhängiger Zwischengedanke: Warum sind die Postbriefkästen der Deutschen Post eigentlich gelb?
Der Konzern der Deutschen Post geht auf seinem Internetauftritt geschichtlich leider nicht so in die Tiefe und so blieb mir nichts anderes übrig, als auf Wikipedia zu schauen. (Wenn jemand Zeit hat, kann er mal die Aussage hier kontrollieren: Herbert Leclerc: Die Postabteilung des Bundespostmuseums. Abschnitt: Briefkästen und Briefbeutel, S. 30)

Ab 1872 wurden die Kästen […] nach dem preußischen Beispiel blau gekennzeichnet. […] Bayern führte die Farbe Gelb für die Postkästen ein und behielt diese bis Mitte der 1920er-Jahre bei, erst danach wurden die Kästen blau. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wechselte die Farbe Ende Mai 1934 auf Rot[…].

1946 wurde in allen Besatzungszonen auf gelbe Kästen umgestellt bzw. umlackiert und die Inschrift Reichspost entfernt.

Okay, der Alliierte Kontrollrat entschied, dass gelb zum „Postgelb“ werden sollte. Doch daraus ergibt sich die Frage, in welcher Tradition das Unternehmen PostModern (aus Sachsen) handelt?

Es hat dann doch irgendwie funktioniert und nun halte ich meinen Reisepass, mit der nötigen Visummarke, in den Händen. Da aber meine Erwartungen an einen schönen Visum-Stempel in meinem Pass nicht erfüllt wurden, habe ich euch dafür den Stempel unter der Quittung fotografiert:

Grüße aus dem Inland

P.S.: Eigentlich wollte ich noch was über meine Motivation schreiben. Das wird wohl erst was im nächsten Eintrag…

Die Rechtschreibung

Das Problem mit den Rechtschreibfehlern innerhalb eines Blogs ist kein neues Problem. Es ist altbekannt und wird immer bestehen bleiben. Zum einen weil es Leute gibt, die die Rechtschreibung einfach nicht perfekt beherrschen und zum anderen, weil die Zeit nicht immer reichen wird, ein zweites Mal den Text zu überlesen (Prioritäten setzen).
Vierzehn Jahre Schule haben aber in mir den Anspruch geweckt, dem Internet am Ende fehlerfreie Texte präsentieren zu können.

Deshalb kommen jetzt die Leser und Leserinnen ins Spiel.
Wenn einem Menschen ein Fehler ins Auge sticht, sollte sich dieser wehren können: einfach den Fehler (auf der entsprechenden Seite mit der Maus) markieren und Strg + Enter (beim Mac Ctrl + Enter) drücken.

Danke an die Macher von Mistape und die Leser!